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Montag, 12. Januar 2015

Erfahrungen mit der Doppelresidenz


Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich mich einmal dem thema Doppelresidenz widmen. Dieses thema ist auch bei mir gerade wieder aktuell und deshalb möchte ich mal versuchen meine Sicht dazu nieder zu schreiben.

Erstmal möchte ich den begriff selbst kurz definieren. Die Doppelresidenz, auch Wechselmodell, Paritätischesmodell o.ä. genannt, ist eine Betreuungsform in der die gemeinsamen Kinder gleichwertig oder annähernd gleichwertig von beiden Elternteilen betreut werden. So kann also vieles eine Doppelresidenz sein, von 50/50 bis 70/30 wird so einiges unter diesem überbegriff geführt.

Die umsetzung einer Doppelresidenz muss immer an die umstände im einzelnen Fall zugeschnitten werden. So ist eine 50/50 Betreuung nicht in allen Trennungs-Familien machbar. Auch der wille der Kinder muss berücksichtigt werden. Will ein Kind also mehr zeit mit dem Vater verbringen so sollte ihm dieser Wunsch gewährt werden. Wie und in welcher Form der erhöhte Umgang dann statt findet ist wieder sache der Eltern. Diese müssen nun ihre eigenen Ansichten hinten an stellen um einen Konsens zu finden.

Betrachten wir nun mal die vorteile die eine Doppelresidenz mit sich bringt. Klar sollte sein das ich von den vorteilen für die Kinder rede, die Eltern spielen für mich darin keine rolle.
- Die Bindung zu beiden Elternteilen bleibt erhalten und verstärkt sich in der regel.
- Der Umgang erhält durch das erleben von Alltag sowie freizeit eine andere, bessere, qualität als im Residenzmodell in der ein Elternteil quasi "nur" freizeit erleben kann. Es ist von essentieller Wichtigkeit das die Kinder mit beiden Elternteilen auch dinge wie Krankheit, Hausaufgaben und Arztbesuche erleben.
- Die Eltern sind auf Augenhöhe. Dies vermeidet Konflikte wodurch die Kinder nur profitieren können.
- Kinder kommen nicht in einen Loyalitäts-Konflikt da sie nicht das Gefühl vermittelt bekommen sich für einen Elternteil entscheiden zu müssen.
- Das Risiko dissoziale Verhaltensmuster zu entwickeln wird herabgesetzt. (haben Studien ergeben)
- Es ist eine gewisse Umgangskontinuität gegeben die es im Residenzmodell nicht gibt.

Die meisten dieser Vorteile habe ich selbst erfahren dürfen, so spreche ich hier tatsächlich aus Erfahrung. Ich selbst habe erleben dürfen wie sich die Bindung zu den Kindern verändert hat. Ich konnte selber darauf hin arbeiten das unsere Kinder die trennung ihrer Eltern so gut es geht verkraften können. Ich konnte weiterhin ein teil des Lebens unserer Kinder sein, diese mit formen und ihnen ein angemessenes Leben bieten. Sehen wie unsere Kinder trotz trennung glücklich aufwachsen können.

Als gegenargumente zur Doppelresidenz kommt oft das Thema "lebensmittelpunkt". Kinder würden sich in der Doppelresidenz nirgends richtig zuhause fühlen.  Die häufigen Wechsel würden sich negativ auf das Kindeswohl auswirken.

Ich selbst habe, bei unserem Sohn, erlebt wie er voller stolz sagt; "Ich habe zwei zuhause! Ein Mama-zuhause und ein Papa-zuhause. Ich habe zwei Kinderzimmer und finde beide toll."
Ich habe es erleben dürfen wie wohl und geborgen unser Sohn sich bei mir fühlt, ich gehe davon aus das er sich genauso wohl und geborgen bei seiner Mutter fühlt. Das sind dinge aus meiner eigenen Erfahrung die gegen das Argument des "Lebensmittelpunktes" stehen.
In vielen anderen Ländern der EU gilt die Doppelresidenz als gang und gebe. Es funktioniert in diesen Ländern wunderbar und fördert die Kinder. Wieso sollte es also in Deutschland oder Österreich nicht genauso funktionieren? Auf diese fragen bekommt man dann antworten wie "Kulturelle Unterschiede". Im ernst? Wir reden hier von z.b. Schweden gegenüber Deutschland, nicht von den USA gegenüber Afghanistan oder Saudi-Arabien. Es tut mir leid wenn ich das mal so sagen muss, das ist absoluter Schwachsinn.

In einem Punkt muss ich den Kritikern fast recht geben. Haüfige Wechsel sind, je Älter das Kind wird, nicht sinnvoll. Allerdings sehe ich das nicht als Argument gegen die Doppelresidenz, sondern als Argument für diese. Das, in Deutschland, klassische Modell ist wohl jenes in denen ein Elternteil die Kinder an jedem zweiten Wochenende und an einem Tag in der darauf folgenden woche sieht. Das sind in 4 wochen ganze 8 Wohnungswechsel. In einer 50/50 Doppelresidenz, 7 tage regelung, sind es 4 Wechsel in 4 wochen. Somit ist dieses Argument ziemlicher unfug und wird nur dazu benutzt um einem Elternteil mehr Umgang als dem anderen zu sichern.

Als Fazit ziehe ich daraus das ein Doppelresidenzmodell in allen belangen dem klassischen Residenzmodell überlegen ist. Wer logisch denkt und das Kindeswohl im auge hält wird erkennen das die Doppelresidenz nur vorteile für die Kinder bietet. Die einzigsten nachteile die sich daraus ergeben können sind jene die nur von Egoistisch handelnden Elternteilen gesehen werden können. Ich meine damit nicht das 50/50 Modell exklusive. Sondern alle formen der Doppelresidenz.

Ich gebe ungern harte Urteile ab aber wer sich per se gegen die Doppelresidenz ausspricht, spricht sich per se gegen das Wohl der Kinder aus.

Ich hoffe ich konnte einigen von euch vielleicht die Augen öffnen oder euch zum nachdenken anregen.

Alles gute,
Daddy






Sonntag, 11. Januar 2015

Kindeswohl die zweite....


Hallo ihr Lieben,

auf meinen letzten Beitrag habe ich einiges an Rückmeldungen bekommen. Leider musste ich mal wieder erkennen das es unter den Menschen, die sich für das Kindeswohl interessieren, auch immer wieder Wölfe im Schafspelz gibt.

In einigen Kommentaren und Mails die mich erreicht haben wurden meinungen ausgeschrieben die ich für sehr gefährlich halte. Wenn jemand sich den Mantel des Kindeswohles überstreift und dann ansichten vertritt die, nach kurzem überlegen, als Propaganda und Elternteil bevorzugung entlarvt werden können finde ich das mehr als verabscheuungswürdig. Das alles in nette worte gepackt und immer schön sachlich versteht sich.

So wurde mir gesagt; "Du machst das Kindeswohl sehr stark von der Umgangsregelung abhängig, aber ich glaube, man sollte viel mehr im Auge behalten, dass sich für das Kind nicht so viel verändert. Man sollte genau betrachten, auch die Eltern, wer verbrachte denn nun die meiste Zeit mit dem Kind von Geburt an. Wer hat es die meiste Zeit betreut, und nicht damit es den einen Partner nicht verliert, was es ja gar nicht tut, teilen wir das Kind mal auf. Wenn die Mutter die Hauptbetreuungsperson war, dann sollte es für das Kind so bleiben, und dem Vater sollte ein großzügiger Umgang eingeräumt werden. So verändert sich für das Kind nicht viel außer, das der Papa jetzt nicht mehr zu Hause wohnt. Umgedreht wäre es genauso der Fall . Denn meistens war es doch so, dass die Mutter die Hauptbetreuungsperson war, wenn überhaupt verkürzt gearbeitet hat und der Kindesvater Arbeiten war und abends nach Hause kam. Warum muss mit einem mal ein Wechselmodell her, welches das Kind zusätzlich verstört, denn in dieser Situation hat es noch nie gelebt und wird damit auch oft total überfordert."

Das ist eine aussage die ich für Gefährlich halte. Auf den ersten blich scheint hier das Kindeswohl im vordergrund zu stehen. Jedenfalls wird es so verpackt. Ich bin mir sicher das viele diese Einstellung auch so annehmen würden. Allerdings ist die tatsächliche Absicht schnell erkannt. Hier wird schlichtweg nach wegen gesucht die Mütter zu bevorzugen. Es ist natürlich durchaus möglich, das die Dame die dies schrieb, die besten Absichten hat, es nicht böse meint und der Ansicht ist sie würde damit wirklich das Kindeswohl vertreten. Aber das macht es, meiner Ansicht nach, nur noch gefährlicher.Im Kindeswohl gibt es keinen Platz für ich bezogenes denken. Wer an Kindeswohl denkt, denkt automatisch an das wohl ergehen eine anderen. Darin darf kein "Ich" vorhanden sein. Man muss sich selbst aus dieser Gleichung raus nehmen. Nur dann kann das Ergebnis schlüssig sein. 

Auch das argument "Hauptbezugsperson" und "der Mann war ja meistens Arbeiten" sind eher dürftig. Erstens; wieso sollt man als Elternteil dafür bestraft werden die Familie ernährt zu haben? Da Opfert man die zeit mit der Familie und legt sich krumm, so das man der Familie ein leben bieten kann das sie verdient und wird am ende dafür gestraft. Auch muss bemerkt werden das es in über 80% der fälle wohl die Väter wären die hierdurch den kürzeren ziehen würden. Das alleine entlarvt diese Ansicht als Misandristisch.
Zweitens; Hauptbezugsperson ist ein unwort das verboten gehört. Kinder sind so flexibel und lernfähig. Sie sind wie ein leeres Blatt und können auf die verschiedensten arten neu Beschrieben werden. Es geht hier ja besonders um kleine Kinder, denn große können ihre Meinung zu dem Thema ja selbst äußern. Je kleiner das Kind desto besser verkraftet es ein Wechselmodell. Da muss man sich eben an dingen wie dem Alter orientieren. Ein Kind von einem Jahr sollte Täglich wechseln. Einen Tag bei der Mutter, einen Tag beim Vater. Ein 2 jähriges Kind 2/2, ein 3 jähriges 3/3. Ihr seht worauf ich hinaus will? Natürlich ist das nicht in allen Familien möglich. Nicht jeder kann sein leben auf diese Situation anpassen. Aber es gibt immer Wege. Sofern die Eltern, wie ich bereits früher sagte, zusammen das wohl der Kinder verfolgen, immer Konsens und Kompromiss bereit bleiben ist immer eine lösung greifbar.

Das thema Kindeswohl ist sehr Umfangreich. Aber, hat man sich getrennt und Streitet sich über den Umgang, gibt es wohl ansonsten wenig zu bereden. So ist der Umgang das einzigste Thema das es zum wohle des Kindes zu bereden gibt. Denn es geht den anderen Elternteil nichts mehr an was der andere in seiner Umgangszeit mit dem Kind unternimmt, welche Wertvorstellungen vermittelt werden oder welcher "Erziehungstil" zum tragen kommt. 

Alles gute,
Daddy

Freitag, 9. Januar 2015

Kindeswohl


Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich mit euch über das Thema Kindeswohl reden.
In Umgangs und Sorgerechts Streitigkeiten ist das Kindeswohl eine der beliebtesten "Waffen" überhaupt. Es ist nirgendwo tatsächlich definiert und so ergibt es sich das Aussagen die zum Wohle eines Kindes getroffen werden niemals auf Tatsachen beruhen, sondern immer nur Meinungsäußerungen sind. Dafür kann niemand zur Rechenschaft gezogen werden. Das macht es wiederrum zu einer sehr gefährlichen Angelegenheit. Auch ich habe heute erkennen müssen, wie stark die Vorstellungen über das "Wohl des Kindes" auseinander gehen können selbst wenn man sich in den Grundzügen einig ist.

Beispiel; Beide Elternteile wollen das Ruhe für das Kind einkehrt, weniger Wohnungswechsel. Da könnte man doch meinen es wäre einfach einen Konsens zu finden. Wenn die Elternteile sich dann aber über den Umfang des Umgangs nicht einig werden ist es wieder sehr schwer. Elternteil 1 ist der Ansicht die Kinder brauchen EIN Zuhause. Elternteil 2 ist der Ansicht, Kinder brauchen eine gleichwertige Bindung zu beiden Elternteilen und können auch sehr gut mir ZWEI Zuhause leben.

Nun muss man, denke ich, erst mal betrachten welche Vorteile die jeweiligen Positionen haben.
Beide wollen sagen wir mal 4 Wohnungswechsel im Monat. Der Unterschied ist das bei dem Modell 1 die Umgänge in einem 5 zu 10 Rhythmus laufen. Also 5 Tage beim einen 10 Tage beim anderen Elternteil. Bei Modell 2 ist es ein 7 zu 7  Rhythmus. Also 7 Tage beim einen und 7 Tage beim andern Elternteil.
Nun versuchen wir mal die Vorteile zu sehen. Beide Modelle gewähren eine gewisse Eingewöhnungs-Zeit nach dem Wohnungswechsel. Bei Modell 2 sind diese wohl etwas besser gesetzt und geben beiden Elternteilen die Möglichkeit die gleiche "qualitativ hochwertige" Zeit nach dem Wohnungswechsel zu genießen. Das ist bei 1 nicht der Fall. Bei Modell 1 hat das Kind zwar auch bei beiden genug Zeit sich einzugewöhnen, aber die "qualitativ hochwertige" Zeit ist sehr ungleich verteilt. Davon wird das Kind also nicht profitieren und es ist somit, logischerweise, als Nachteil zu sehen.

Hier beende ich das Beispiel da es nun weiter darum geht einen Kompromiss zu finden der dem wohl des Kindes zuträglich ist. Dafür müssen wir uns erst mal die Frage stellen; Was ist Kindeswohl?

Viele werden hier so argumentieren: Kindeswohl ist das was die Eltern oder der Elternteil für das beste zum Wohle des Kindes hält.
Hier muss man sich aber die Frage stellen ob Elternteile nach einer Trennung wirklich dazu in der Lage sind ihre eigenen Bedürfnisse außer Acht zu lassen, um so nur zum Wohle des Kindes zu handeln. Das wird sogar noch wichtiger je Konflikt belasteter die Trennung ist. Ist es zum Wohle des Kindes wenn es von einem Elternteil ganz oder überwiegend getrennt ist?

Wir alle sind uns wohl darin einig das es am besten wäre wenn die Eltern zusammen leben und das Kind in der Familie aufwachsen kann. Das ist nach einer Trennung aber meistens unmöglich. So finde ich es immer wieder paradox wenn von dem "Besten für das Kind" gesprochen wird. Denn das ist faktisch nicht mehr möglich. So geht es bei Umgangsverhandlungen doch mehr darum das geringste Übel zu finden. Das klingt sehr pessimistisch ich weiß. Aber ich würde es eher als Realismus bezeichnen. Als die Eltern sich trennten haben sie das Beste für das Kind unmöglich gemacht. Um nun also das geringste Übel zu finden, ist es unumgänglich das alle beteiligten abstriche machen müssen. Eltern und Kinder gleichermaßen. Das ist aber gar nicht so tragisch wie es sich anhört. Auch mit Abstrichen kann man ein glückliches Miteinander finden. Dafür müssen sich aber alle einig sein und Konsens oder Kompromiss bereit bleiben.

Meiner Meinung nach ist es genau DAS was Kindeswohl ausmacht. Das die Eltern sich zusammen setzen und eine angemessene, den Umständen angepasste, gleichberechtigte und faire Lösung finden. Wenn das geschieht und es nirgendwo böses Blut gibt, dann ist das Wohl des Kindes erreicht und gesichert.

Jeder Elternteil der seine Ansichten was das Wohl des Kindes angeht als absolut sieht und nicht zum Kompromiss bereit ist, zum miteinander statt gegeneinander und zur friedlichen Lösung handelt nur bedingt oder gar nicht zum Wohl des Kindes. Natürlich gibt es auch Situationen in denen ein Kompromiss nicht mehr erreicht werden kann, in der eine oder beide Seiten niemals an einem Kompromiss Interesse hatten, aber dazu sollte es nicht kommen. Nicht wenn von Kindeswohl die Rede ist.

Als Fazit gilt wohl; "Solange das Kindes wohl nirgends klar definiert ist, können keine Entscheidungen zum Wohle des Kindes beim Gericht oder dem Jugendamt getroffen werden. Wir brauchen klare Richtlinien an denen sich orientiert werden muss. Nicht schwammige, unklare und sehr vage Geschwafel das uns allen aufgetischt wird. Im Moment kann jeder Depp seine Meinung in den Raum werfen und damit recht bekommen. Das kann in einem solch gewichtigen Thema wie dem Wohl unserer Kinder nicht länger toleriert werden."

Also nochmal; Sucht einen Kompromiss, geht aufeinander zu, eine Optimale Lösung gibt es nicht nur das geringste Übel. Ihr könnt nur miteinander für das Wohl eurer Kinder Arbeiten. Ohne dies werden eure Kinder IMMER leiden. Egal welche Regelung getroffen oder beschlossen wird.

Alles Gute,
Daddy

Montag, 5. Januar 2015

Die Wut Maske......

Hallo ihr Lieben,

in letzter zeit sehe ich mich immer wieder starker Kritik und missfallen ausgesetzt was meinen Blog angeht. Nicht aus dem kreise meiner Bekannten, Freunde und Familie, nicht von Müttern die nicht wollen das auch Väter teil des Lebens ihrer Kinder sind, sondern tatsächlich von Vätern.

Mir wurde untätigkeit vorgeworfen. Ist es untätigkeit wenn ich nicht wegen jeder sache vor Gericht ziehen will? Ist es untätigkeit wenn ich versuche einen Konsens oder einen Kompromiss zu erreichen? Wenn ich versuche de eskalierend zu wirken?

Ich frage mich was diese Väter möchten. Frieden für ihre Kinder oder Recht haben? Ich halte mich nur ungern an Statistiken oder Medienberichte. Fakt ist aber das ich nun einige betroffene Väter kenne und mir ihre Geschichten angehört habe. Für mich hat sich da ein klares Bild ergeben. Je Aggressiver vorgegangen wird desto weniger wird erreicht. Nun verstehe ich den Impuls auf die Barrikaden zu gehen, die Messer zu wetzen und brüllend auf den "Gegner" zu zustürmen. Es ging mir stellen weise nicht anders. Aber man muss sich mal überlegen wie in einer solchen Situation reagiert wird. Auf Angriff folgt entweder ein Gegenangriff oder eine klare Abwehrhaltung. Beides sorgt dafür das die Fronten verhärten. Es gibt einen unterschied zwischen sich verteidigen und zurück schlagen. Dieser ist fein aber entscheidend. Verteidige ich mich reicht es die Vorwürfe und Anschuldigungen zu entkräften. Schlage ich zurück klage ich obendrein und löse beim gegenüber eine neuerliche Abwehrreaktion aus die es am ende nur schlimmer macht. Das ist ein Kreislauf der sich immer wiederholt wenn man ihn nicht unterbricht. Ich habe mich dazu entschlossen dies zu tun. Ich bin keines Wegs untätig. Ich verteidige mich gegen jeden Vorwurf der mir gemacht wird und das Erfolgreich. Ich verwende meine Energien lieber darauf unseren Kindern dabei zu helfen diese schwere zeit zu überstehen und zu verarbeiten. Nicht darauf mich mit Händen und Füßen zu wehren.

Es ist ok mal Sauer zu sein. Mal laut zu werden und den Gorilla zu Mimen. Das braucht jeder von uns mal. Aber das kann auch im stillen Kämmerchen sein, nicht unbedingt vor Gericht. Wenn man sich immer wieder seiner Wut und seinem Hass hingibt ist es irgend wann so weit das man selbst nicht mehr klar sehen kann. Ich möchte hierzu einen guten Freund zitieren; "Irgendwann hast nicht mehr du den Konflikt sondern der Konflikt hat dich".

In der Regel haben wir alle die Frauen, oder die Männer, mit denen wir Kinder gezeugt haben mal geliebt. Das sind Menschen die uns einst wert erschienen mit ihnen unser Leben zu teilen und eine Familie zu gründen. Wir haben sie für gut befunden. Glaubt ihr wirklich das diese Menschen von einem Tag auf den anderen zum Teufel werden? Das alles was ihr mal an diesen Menschen bewundert und geliebt habt einfach weg ist? Bei den meisten wird das wohl kaum wirklich so sein. Denn am ende bin ich davon überzeugt das viele der Elternteilen, die Eltern oder Kindes entfremdend wirken, unabhängig davon wie falsch, pervers, egoistisch oder dumm ihre Beweggründe sind, eigentlich nur das beste für die Kinder wollen. Ich will das nicht entschuldigen oder schön reden. Es ist Falsch und sofern es bewusst gemacht wird verachtenswert. Das muss klar aufhören. Aber glaubt ihr wirklich das ihr dazu beitragt wenn ihr bei jeder gelegenheilt aus vollen Rohren ballert?

Ich lese posts wie "Nehmt den Müttern die Kinder weg, gebt sie dem Vater, dann wird alles besser!"
Ich glaube nicht das es sinnvoll ist Kinder von einem Elternteil zu trennen. Egal ob Vater oder Mutter. Ich glaube außerdem nicht daran das diejenigen unter euch, die nur noch Wut und Hass in ihrem leben haben, die sprichwörtlich Rot sehen, dann in der Lage wären fair den Umgang zu regeln. Genausowenig wie der andere Elternteil der es vorher aus Wut, Hass oder falschen gründen getan hat.

Es kommt mir vor als stündet ihr vor einem Feuer und wollt es löschen in dem ihr Benzin hinnein schüttet. Ihr regt euch über Feministen auf die Männerfeindliche parolen schmettern und gebt selbst Dinge wie "Frauen sind allesamt Schmarotzer und Menschenfeinde. Frauen sind keine Menschen den sie tragen keine Menschlichkeit in sich" zum besten. Es wird sich beschwert das Männer in den Medien als Gewalttätig, Rumbrüllend und Aggressiv dargestellt werden. Das viele wirklich schnell Aggressiv, Beleidigend und Feindselig werden scheint ihr zu übersehen und wundert euch dann das ihr so dargestellt werdet.

Was ihr macht ist als ob man ein Land, mit Atomprogramm, am Einsatz der Bombe hindern will in dem man eine Atombombe drauf schmeißt.

Andere tun die erfolge die ich zu verzeichnen habe als "Glück" ab. Ich hatte einfach Glück das ich nicht an total Ideologisch verbohrte Menschen geraten bin. Schauen wir nochmal zurück an den Anfang dieses Postst. Unter all den Vätern mit denen ich geredet habe, waren nur einige wenige wirklich Erfolgreich. Nun dürft ihr mal raten was diese Väter und ich gemeinsam haben. Nein sie hatten nicht alle Glück. Sie haben sich allesamt immer um eine friedliche Lösung bemüht. Auf den Konsens hingearbeitet. Ich habe keine einzigen Vater gefunden der so handelte und nicht erfolgreich war. Dafür aber einen ganzen Haufen von Vätern die mit Wut geklagt haben, beim JA laut wurden und sich ihrem Hass hingegeben haben. Jetzt dürft ihr nochmal raten wieviele davon Erfolg hatten. Richtig. Keiner!

Das liegt nicht nur daran das es wirklich einen Konsens gab. Sondern auch an dem was ich in "Sender und Empfänger" beschrieben habe.
Sicher es ist wichtig das sich auch die Gesetze ändern. Das ist ein Ziel das meine volle Unterstützung hat. Aber noch wichtiger ist das sich die Einstellung der Menschen ändert. Das wir uns nicht mehr bekämpfen. Selbst wenn nur einer nicht mit Kämpft kann das viel bewirken. Denn der gegenüber wird sich irgendwann fragen "gegen was Kämpfe ich noch mal?" oder "weshalb gehe ich noch mal in Abwehrhaltung?". Man kann Kämpfen, Argumentieren und Gesetze ändern so viel man will. Solange wir nicht die Köpfe, das Gewissen und die Liebe zu den Kindern beim gegenüber erreichen, bewirken wir nichts. Nur das es bei Gericht mehr Paragraphen zu berücksichtigen gibt. 

Seinen wir doch alle mal ehrlich. Ihr seit verbittert und versteckt euch hinter einer Maske aus Wut und Hass. Ihr wollt sicher im Grunde alle das richtige. Aber ihr verliert den Blick darauf durch diese Maske. Denn sie lässt euren Blick nur starr auf einen Punkt gelenkt. Das es viele Wege zum Ziel gibt könnt ihr nicht mehr erkennen. Also nehmt sie ab die Maske.

Ich spreche hier niemanden direkt an. Einige werden sich direkt angesprochen fühlen. Das ist auch gut so. Denn dann habe ich euch erreicht. Was ihr daraus macht und damit anfangt ist euch überlassen. Ich werde mich nie wieder dem Hass hingeben. Ich gehe weiter meinen weg. Auch um euch zu zeigen das ihr Unrecht habt.

Alles gute,
Daddy



  

Sonntag, 4. Januar 2015

Was ist eigentlich das Problem?

Hallo ihr lieben,

ihr wisst ich schreibe ungern über andere Themen als jene die in meinem Leben tatsächlich vor kommen. Aber ich muss mich heute mal einem sehr heiklen Thema widmen das mich die letzten tage verfolgt hat.

Ich habe posts auf Facebook gelesen, Blog einträge und Artikel über das thema Feminismus. Vorweg gesagt muss sein; Ich bin ein Freund der Gleichberechtigung. Also befürworte ich den Feminismus in seinen Grundzügen. Allerdings sehe ich immer mehr das dieses einst noble Ziel immer mehr in den Dreck gezogen wird und zu einer echten Lachnummer verkommt.

Ich habe einen Post auf FB gelesen in dem eine Dame darüber sprach das;

"Mütter die ihre Söhne stillen damit aufhören sollten. Sie sollten ihre Töchter stillen um ihnen einen guten Start zu verschaffen. Söhne hätten das ja sowie so weil sie Körperlich stärker sind. Kein Junge wird jemals von ihren Brüsten trinken, sollte sie denn unglücklicherweise mal einen Jungen bekommen. Außerdem sollten Söhne beschnitten werden um ihnen so Sexuelle freuden zu nehmen".

Jetzt mal ehrlich. Was bitte hat das mit dem thema Gleichberechtigung zu tun? Diese Dame bezeichnet sich sogar selbst als Feministin. Aber ich denke das ist einfach nur Krank. Diese Frau hat schwere Emotionale probleme und braucht meiner Meinung nach schnellsten Hilfe. Wie kann ein aufrichtiger Mensch so etwas unterstützen? Sie ist nicht die einzigste, nein, sie lässt sich auf FB feiern von ihren, mit ihr in ihren Wahnvorstellungen verbundenen, Kameradinin. Ich hasse es Wertungen abgeben zu müssen. Aber diese Frau ist einfach nur (entschuldigt mir den Auswurf) Scheisse.

Dann haben wir das thema "Femen" und der Entzug der Gemeinnützigkeit durch Münchens Bürgermeister. Nun kann man natürlich Argumentieren das Femen auch schon wirklich sinnvolle Dinge getan hat. Aber wenn Permanent die Religiösen Gefühle anderer verletzt, gegen gute Sitten verstößt, Rechte verletzt und Dinge wie den Hitler-Gruß zum besten gibt muss man sich wohl kaum Wundern. Ich möchte gerne an dieser stelle Alexandra Schewtschenko Zitieren;

"Es muss zu einer brutalen Revolution kommen, bei der das Blut der Männer fließen soll."

Das sagt wohl alles über die ziele der Femen aus und hat mit dem Feminismus ansich mal rein gar nichts zu tun.

Da ist es kaum verwunderlich das die meisten das thema Feminismus nur noch belächeln und als absoluten Blödsinn abtun. Ich finde das sehr schade. Gleichberechtigung ist ein erstrebenswertes Ziel. Allerdings muss man dann auch mit den negativen Aspekten leben können.

Ich bedanke mich für eure Aufmerksamkeit und schreibe nun nicht mehr zu diesem Thema sonst rege ich mich noch auf.

Alles gute,
Daddy



Samstag, 3. Januar 2015

Hans-Jürgen Gaugl zum thema Kindeswohl

Sehr Interessanter Artikel. Lesen lohnt!


Donnerstag, 1. Januar 2015

Neues Jahr, Neues Glück?

Hallo ihr Lieben,

erstmal möchte ich euch allen ein Frohes neues Jahr wünschen. Ich hoffe ihr seit gut rein gerutscht!

Meinen Jahres Rückblick habe ich ja schon zum besten gegeben und so möchte ich mich heute meinem Ausblick auf das neue Jahr widmen.

Ich muss zu geben ich erhoffe mir sehr viel vom neuen Jahr. Immer hin habe ich im Alten schon sehr viel erreicht. Nicht nur für mich und unsere Kinder, auch mit eure Hilfe für einige von euch.
Mir wurde die Möglichkeit gegeben einen "Neustart" zu wagen. Diese Möglichkeit möchte ich nutzen. So habe ich bei jedem Böller und bei jeder Rakete die ich an Silvester verschossen habe eine schlechte Erinnerung oder ein schlechtes Gefühl (symbolisch) an gehangen und sie damit in den Äther gejagt! So gehe ich guten Gewissens in das neue Jahr und werde meinen Weg weiter gehen.

Ich erhoffe mir in diesem Jahr aber nicht nur Erfolge für mich. Ich werde weiter daran Arbeiten auch für unsere Kinder erfolge zu erzielen. Sei es das Thema Umgang oder das Thema Elternebene. Ich werde weiter an beidem Arbeiten so gut ich kann.

Das neue Jahr hält so viele Möglichkeiten offen, das ist schon ziemlich bewegend wenn man mal so darüber nach denkt. Es liegt allein in meiner Hand diese Möglichkeiten zu nutzen. So wie es auch in eure Hand liegt. Es ist schon komisch. Hätte man mir vor einigen Monaten versucht zu erzählen das ich im neuen Jahr die positiven Aspekte sehen soll hätte ich mit dem Kopf geschüttelt. Heute sehe ich sie von ganz allein, ohne darüber nachzudenken. DAS ist so befreiend!


Ich hoffe das ich einige von euch dazu bewegen konnte dies ähnlich zu sehen, euch inspirieren konnte etwas Positiver an alles ran zu gehen. Ich werde weiterhin für euch da sein wenn ihr mich braucht und euch auf eurem Weg begleiten.

Ich wünsche euch Müttern, Vätern, Großeltern und Kindern alles gute für das neue Jahr!

Euer Daddy