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Mittwoch, 1. April 2015

Schuld (Teil 1)



Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich etwas zum Thema Schuld schreiben. Wie ihr wisst, führe ich viele Gespräche mit Eltern, die verlassen wurden oder die den Anderen verlassen haben. In diesen Gesprächen fällt mir eines immer wieder auf: Derjenige, der den Anderen verlässt, spricht meist davon, dass der Andere "Schuld" hat. Im Grunde ist das nicht schlimm, es mag ja sogar so sein, dass der Andere Dinge getan hat oder vielleicht auch eben nicht getan hat, die zum Scheitern der Beziehung führten. Oft ist es aber nicht ganz so einfach.

Aber gehen wir einmal kurz davon aus, dass es tatsächlich ein einseitiges Verschulden gibt. Daraus kann/muss der "Unschuldige" seine Konsequenzen ziehen. Dies ist die Trennung an sich. Darüber hinaus hat niemand das Recht, einen Anderen zu "bestrafen". Ein wenig anders ist das natürlich, wenn Gewalt, Misshandlungen oder Ähnliches im Spiel sind. Aber auch hier ist von Selbstjustiz abzuraten. Dafür gibt es Gerichte, denn ein solcher Vorwurf muss nicht nur in den Raum gestellt sein, er muss auch bewiesen werden. Unter normalen Umständen verliert die Frage nach der Schuld aber jede Relevanz, denn die Konsequenzen sind bereits gezogen.
Da es aber in der Realität oft anders ist, möchte ich das Thema Schuld einmal näher beleuchten und stelle mir dazu drei Fragen:
1. Was ist Schuld?
2. Wie empfinden wir schuld?
3. Warum ist immer der andere schuld?

Es gibt drei Ebenen, auf denen Schuld eine Rolle spielt: die persönliche, die gesellschaftliche und die rechtliche. Letztere werde ich nur im Ansatz behandeln, da sie hier wenig von Belangen ist.

Schuld ist, auf der persönlichen und der gesellschaftlichen Ebene, ein erlerntes Konzept, das von den Konventionen unseres persönlichen Umfelds und der Gesellschaft an sich, geformt wird. So wird sich z.B. ein Schlachter selbst nicht in der Schuld sehen, wenn er eine Kuh tötet, denn es ist sein Beruf. Ein vegan lebender Mensch wiederum würde sich sehr wahrscheinlich schuldig fühlen, wenn er eben dieses tun würde, denn für ihn ist es Mord. Warum ist das so? Jeder hat seine eigenen Vorstellungen von Moral. Diese werden uns von Kindesbeinen an anerzogen. Geprägt werden diese von den Eltern, den Freunden, dem Kulturkreis und unseren eigenen Präferenzen. Das Verletzen dieser Moral führt dazu, dass wir uns schuldig fühlen. So können zwei Menschen, die in einem Haushalt wohnen, sich lieben und ihr Leben miteinander teilen, durchaus unterschiedliche Moralvorstellungen haben und somit auch Schuld unterschiedlich empfinden.

Auch von der Gesellschaft wird Schuld durchaus unterschiedlich empfunden. Ein Singlemann, der häufig wechselnde Sexualpartner hat, wird landläufig als "Checker" angesehen. Eine Singlefrau, die dasselbe macht, wird allerdings ganz anders bezeichnet und angesehen. Paradoxerweise ändert sich das, sobald man in einer Beziehung ist. Ein verheirateter Mann, der aufgrund von sexueller Frustration in der Ehe, fremdgeht, wird als Ehebrecher gesehen. Macht eine Frau dasselbe, aus denselben Gründen, wird auch hier, in der Regel, die Schuld bei dem Ehemann gesucht, denn er hätte sich mehr um die Bedürfnisse der Frau kümmern müssen.

Noch komplexer wird das Ganze, wenn das gesellschaftliche, das rechtliche und das persönliche Empfinden von Schuld kollidieren. Ein amerikanischer Soldat, der im Krieg einen Mann getötet hat, wird in seinem eigenen Land von manchen als Nationalheld gefeiert, von anderen als Mörder gesehen. Er selbst kann dabei schreckliche Schuldgefühle empfinden, die ihn seelisch zerstören können. Vor dem Gesetz wird er als vollkommen unschuldig gesehen.
Ein Mann, der aus Habgier einen anderen tötet, wird von der Gesellschaft und vor dem Gesetz allgemein hin als schuldig gesehen. Er selbst kann sich aber vollkommen unschuldig fühlen. Dafür muss keine geistige Störung vorliegen, es liegt einfach an seinen moralischen Vorstellungen.

Nun müssen wir versuchen zu verstehen, wie wir selbst Schuld empfinden.
Das Bewerten der Frage "Wer hat Schuld?" ist, besonders im Zusammenspiel zweier Individuen, oft eine sehr subjektive Angelegenheit. Dazu möchte ich euch zwei Beispiele nennen.
1. Eine Person hält ein Glas mit Wasser in der Hand und lässt es fallen. Dieses zerschellt am Boden. Ein klarer Fall, die Person ist schuld, dass dieses Glas zerbrochen ist, denn sie hat es losgelassen.
2. Ein Mann und eine Frau halten gemeinsam ein Glas mit Wasser in ihren Händen. Beide verlassen sich darauf, dass der jeweils andere das Glas festhält, und lassen dieses in dieser Annahme los. Das Glas fällt zu Boden und zerbricht. Wer ist schuld? Hier ist die Frage nicht mehr ganz so einfach zu beantworten. Klar, für ihn ist sie schuld, er hat sich ja auf sie verlassen. Klar ist auch, für sie ist er schuld, denn auch sie hat sich auf ihn verlassen. Ich würde behaupten wollen, dass beide zu gleichen Teilen schuldig sind. Die Verfehlung liegt hier aber nicht darin, dass sie das Glas losgelassen haben, sondern dass sie nicht miteinander kommuniziert haben. Hätten sie dies getan, hätten sie sich absprechen können, wer das Glas wann hält.

Hier lässt sich erkennen, wie subjektiv das Empfinden von Schuld und dessen Verteilung sein kann.
Interessant und vor allem hinderlich wird das Ganze dann, wenn nach der Trennung Kinder im Spiel sind. Oft steht das Empfinden von Schuld oder viel mehr das Zuweisen von Schuld, dabei im Weg, Regelungen beispielsweise für den Umgang mit den Kindern zu finden. Hier kommt dann das zum tragen, was ich anfangs bereits erwähnte. Die Konsequenz ist bereits gezogen, man hat sich vom anderen getrennt. Somit ist es nicht mehr relevant, wer an der Trennung Schuld ist oder nicht, denn man hat sich voneinander getrennt, aber nicht von den Kindern.

Oft habe ich beobachtet, dass es immer der Andere sein soll, der die alleinige Schuld an der Trennung trägt. Warum ist das so? Die Medien, die Gesellschaft und auch unser direktes Umfeld suggerieren uns eine Erwartungshaltung. Es wird von uns erwartet, dass alles immer glatt laufen muss. Der Job muss sicher sein, das Einkommen möglichst hoch und die Familie muss harmonisch funktionieren. Erkennen lässt sich das sehr schön daran, dass selbst in den zerstrittensten Familien nach außen hin oft ein Bild der perfekten Harmonie mit allen Mitteln aufrechterhalten wird. Wenn eine Beziehung also scheitert, haben wir versagt. Wir haben uns, unsere Erwartungen und die Erwartungen unseres Umfeldes sowie der Gesellschaft enttäuscht. Für viele, ich würde sogar behaupten wollen, für die meisten, ist das nur sehr schwer bis gar nicht hinnehmbar. So versuchen wir, die Schuld dieses Scheiterns von uns zu weisen. Lasten die Schuld dem anderen auf. Damit versuchen wir uns selbst, unser Umfeld und die Gesellschaft zu belügen. So hört man immer wieder Sätze wie: "Ich war es nicht. Wenn die Umstände nicht [...], dann hätte ich nicht!" oder "Ich bin nicht schuld. Wenn du nicht [...], dann wäre das nicht passiert!"
Damit belügen wir nicht nur uns und unsere Umgebung, nein, wir versuchen auch, unser eigenes Selbstwertgefühl zu stärken. Wir nehmen uns damit aber auch die Chance, aus unseren Fehlern zu lernen. Dafür müssten wir diese Fehler eingestehen, was jedoch ein mögliche Ablehnung oder das Risiko, als Versager abgestempelt zu werden, in sich birgt. Jedoch besteht diese Angst meist nur in unserer eigenen Vorstellung.

"Jeder Fehler, aus dem wir lernen, ist ein Erfolg." - Malcom Forbes.

Das Ganze führt mich persönlich an den Anfang meiner eigenen Trennung zurück. Damals konnte ich nicht verstehen, was geschehen war und für mich war klar, dass es allein ihre Schuld war. Irgendwann wurde mir aber klar, nicht ganz ohne Hilfe, dass es eben nicht einfach nur ihre alleinige Schuld ist. Sie hat Dinge getan, die für mich nicht nachvollziehbar waren und noch immer nicht sind. Ich hingegen habe Dinge getan, die für sie nicht nachvollziehbar sind. Das, was ich getan habe, war für sie so schlimm, dass sie auch nach der Trennung nicht darüber hinwegsehen kann. Was sie tat, war für mich genauso schlimm. So drehten wir uns immer wieder im Kreis, wiesen uns gegenseitig die Schuld zu und konnten die Position des anderen weder sehen noch verstehen.
Als ich aber schließlich erkannte, dass es nicht mehr relevant ist, wer Schuld hat, aufhörte, darüber zu reden und die Schuld an sie abzugeben, besserten sich die Dinge. Langsam aber merklich. Das ist ein Prozess, der immer noch andauert, aber ich denke, es ist der richtige Weg.

So möchte ich euch nun das sagen, was mir damals gesagt wurde, euch das mit auf den Weg geben, was mich zu dem Menschen gemacht hat, der ich heute bin und dazu beigetragen hat, die Dinge zu erreichen, die ich erreicht habe.

"'Wer hat schuld?', ist falsch gedacht! Richtig muss es heißen: 'Wie können wir uns einig sein?'" - Hans-Jürgen Gaugl.

So möchte ich euch ein paar Fragen mit auf den Weg geben:
"Wie definiere ich, für mich selbst, Schuld?"
"Wie viel Schuld trage ich selbst an der Trennung von meinem Ex-Partner?"
"Wie viel Schuld trägt mein Ex-Partner und warum trägt er diese, meiner Ansicht nach?"
"Was kann ich selbst für mich und meine/n Ex-Partner/in tun, um mit dem Schuldgefühl bzw. der Zuweisung dessen, besser umzugehen?"
"Wie kann mir/uns das dabei helfen, einen Konsens zu finden?"


Alles Gute,
Thomas

P.S.: Mein Dank geht an Rene für das Bild.
Copyright by ReNatus-Photographie 2013





Dienstag, 24. März 2015

Ist die Bibel das modernere Familienrecht?


Hallo ihr Lieben, vor Kurzem schrieb ich dies als kleine Vorstellung meiner Person und Darstellung dessen, was ich mit meinem Blog erreichen will. Nun hat mich der Vergleich zur Bibel nicht mehr losgelassen, ich sah noch weitere Parallelen zu ebendieser Schrift. Ich möchte meinen ursprünglichen Ansatz heute wieder aufgreifen und meine weiterführenden Gedanken dazu niederschreiben. 

"Da wies ihn Gott der HERR aus dem Garten Eden, daß er das Feld baute, davon er genommen ist, und trieb Adam aus und lagerte vor den Garten Eden die Cherubim mit dem bloßen, hauenden Schwert, zu bewahren den Weg zu dem Baum des Lebens."
Ich bin kein bibelfester Mensch, aber in diesem biblischen Text erkennen sich sehr wahrscheinlich sowohl viele Mütter und Väter, als auch ich mich selbst, wieder. Wir sind Adam und werden aus dem Garten Eden, welcher unsere Familie symbolisiert, vertrieben und vom Baum des Lebens, welcher für unsere Kinder steht, getrennt. Fortan werden wir von den Cherubim, in Form von Familiengerichten, Jugendämtern und ehemaligen Familienmitgliedern von ebendiesem Baum ferngehalten. So müssen wir uns durch eine Heerschaar von angeblichen Engeln kämpfen und gegen eine rachsüchtige und scheinbar unantastbare Gottheit, unser eigenes Ego und das unseres Ex-Partners oder unserer Ex-Partnerin, aufbegehren, um noch einmal von diesem Baum kosten zu dürfen.
Kurz gesagt, nach einer Trennung beginnt oft ein Kampf um den Umgang und die Liebe der gemeinsamen Kinder. Wir sollen, ähnlich wie Kain nach dem Mord an seinem Bruder Abel, gezeichnet und aus Eden verbannt werden.
"Und der HERR machte ein Zeichen an Kain, daß ihn niemand erschlüge, wer ihn fände. Also ging Kain von dem Angesicht des HERRN und wohnte im Lande Nod, jenseit Eden, gegen Morgen."
Nun, ich bin keine biblische Figur. Ich bin ein Vater, nicht mehr und nicht weniger. Mein Name ist Thomas, ich bin 30 Jahre alt und lebe in Scheidung. Ich bin Vater von zwei wundervollen Kindern, die ich nach langem Kampf regelmäßig sehen und betreuen darf. Ich lebe nicht im Lande Nod, jenseits von Eden. Ich lebe in der Doppelresidenz. Das mag vielleicht nicht der besagte Garten sein, aber für mich und meine Kinder ist es unser ganz eigenes Paradies. Ich schreibe diesen Blog, um euch, anhand von Artikeln, die zum Konsens gereichen, meinen Weg zu beschreiben und vorzuleben. Denn, anders als in der Bibel, sind die "Engel" und "Gottheiten", gegen die wir uns zur Wehr setzen müssen, weder allwissend noch allmächtig. Auch bedarf es manchmal, so wie in meinem Fall, keines flammenden Schwertes, um diese zu überwinden, manchmal sind die Taube und der Olivenzweig die besseren Waffen."

Nach einer Trennung kommt immer das Thema Kinderbetreuung auf den Tisch. Oft gibt sich ein Elternteil mit dem klassischen "Residenzmodell" zufrieden, manchmal können Elternteile schlichtweg nicht mehr als dieses umsetzen. Immer öfter wünscht sich ein Elternteil die Doppelresidenz. Der andere Elternteil möchte jedoch das Kind für sich allein behalten und tut es somit einer "Dirne" in dem "Urteil des Salomon" gleich. 

"Holt mir ein Schwert!' Man brachte es vor den König. Nun entschied er: 'Schneidet das lebende Kind entzwei, und gebt eine Hälfte der einen und eine Hälfte der anderen!' Doch nun bat die Mutter des lebenden Kindes den König - es regte sich nämlich in ihr die mütterliche Liebe zu ihrem Kind: 'Bitte, Herr, gebt ihr das lebende Kind, und tötet es nicht!' Doch die andere rief: 'Es soll weder mir noch dir gehören. Zerteilt es!' Da befahl der König: 'Gebt jener das lebende Kind, und tötet es nicht; denn sie ist seine Mutter.' Ganz Israel hörte von dem Urteil, das der König gefällt hatte, und sie schauten mit Ehrfurcht zu ihm auf; denn sie erkannten, dass die Weisheit Gottes in ihm war, wenn er Recht sprach." 

Die Dirne handelt aus rein egoistischen Gründen und würde es dankend in Kauf nehmen, wenn das Kind durch das Schwert, welches hier die Elternentfremdung (P.A.S) symbolisiert, in zwei geteilt werden würde. Der weise König erkennt dies und spricht das Kind der wahren Mutter zu, denn diese würde lieber freiwillig auf ihr Kind verzichten, was mit dem hälftigen Verzicht in der Doppelresidenz gleichzusetzen ist, als dem Kind leid zuzufügen. 
Leider sind die Könige, mit denen wir es zu tun haben, nämlich die Richter des Familiengerichtes, oftmals nicht annähernd so weise. Für diese steht symbolisch das Schwert, das Fallbeil in der Doppelresidenz. Das Kind würde ja, zumindest was die Betreuungszeit betrifft, in zwei Hälften geteilt werden. So entscheiden sie, gleich dem König, ohne sich verantworten zu müssen, aber leider auch ohne jede Weisheit, über die Köpfe der Eltern hinweg. 
Die tatsächliche Zweiteilung des Kindes wird aber nicht auf der Ebene der Betreuungszeit vollzogen, nein, sie findet auf der seelischen statt, denn immerhin wird dem Kind ein Teil seines Lebens, sei es nun Vater oder Mutter, zum Großteil entrissen. So wird dieses Gleichnis ad absurdum geführt und die Moral der Geschichte auf den Kopf gestellt. 

So wäre es doch sinnvoll, ganz im Sinne von Salomon, eine faire Ausgangsposition zu finden. Eine Ebene, auf der sich die getrennten Eltern auf Augenhöhe begegnen können, um so den besten Weg zu finden, denn nur, wenn beide gleichberechtigt sind und den gleichen Stellenwert genießen, können faire und ehrliche Vereinbarungen zum Wohlergehen unserer Kinder getroffen werden. Man stelle sich nur einmal vor, was wir alles für unsere Kinder erreichen könnten, müssten wir uns nicht ständig über alles streiten. Man stelle sich vor, was wir auf einer fairen Ebene für unsere Kinder zustande bringen könnten, sofern wir nur miteinander kommunizieren würden, um einen gemeinsamen Weg zu gehen. Es ist ähnlich dem Turmbau zu Babel. 

"Da stieg der Herr herab, um sich Stadt und Turm anzusehen, die die Menschenkinder bauten. Er sprach: Seht nur, ein Volk sind sie und eine Sprache haben sie alle. Und das ist erst der Anfang ihres Tuns. Jetzt wird ihnen nichts mehr unerreichbar sein, was sie sich auch vornehmen. Auf, steigen wir hinab und verwirren wir dort ihre Sprache, sodass keiner mehr die Sprache des anderen versteht. Der Herr zerstreute sie von dort aus über die ganze Erde und sie hörten auf, an der Stadt zu bauen. Darum nannte man die Stadt Babel (Wirrsal), denn dort hat der Herr die Sprache aller Welt verwirrt, und von dort aus hat er die Menschen über die ganze Erde zerstreut." 

Denn nichts anderes als das erleben wir auch in unserer modernen Gesellschaft. Unsere Sprache wird durch das Gendern von Begriffen wie "Professor" zu "Profesxx" und anderem, ähnlich wie Gott es beim Turmbau zu Babel getan haben soll, so weit verwirrt, dass sich keiner mehr versteht. Unser Denken wird durch Gender-Studies, Ampel-Frauchen oder der Frauen-Quote in Lager gespalten, die, ähnlich der Verteilung der Menschenvölker über das Antlitz der Erde durch Gott, nicht mehr dazu in der Lage sind, zusammenzuarbeiten. Wir wählen Lager und kämpfen voller Hass und Wut gegen die "andere" Seite. Anstatt uns die Hände zu reichen und aufeinander zuzugehen, schreien wir Hassparolen, wollen Rechte ändern und erzwingen, sehen nur unsere Perspektiven und Meinungen als wahrhaftig und gerecht, lassen kein gutes Haar am anderen und entfernen uns so immer weiter von dem Ziel, das wir alle verfolgen sollten. Was das ist, muss ich euch nicht erzählen.


Würde Salomon als Richter im Familiengericht sitzen, würden wohl einige Entscheidungen ganz anders ausgehen! Ich bitte euch, denkt darüber nach. Stellt euch selbst auch einmal infrage und versucht, aufeinander zuzugehen. 

Alles Gute,
Thomas






Dienstag, 10. Februar 2015

"Mütterrechtler" oder Mama Berlin



Hallo ihr Lieben,
ich habe mir mal eine kurze Auszeit genommen, um mein eigenes Leben zu leben. Das war nicht nur nötig, sondern hat auch echt gut getan. Nun bin ich wieder da, mir geht's super und es geht mit frisch aufgeladenen Batterien weiter!

Nun habe ich heute meine Mails gecheckt und gesehen, dass meine absolute Lieblingsbloggerin mal wieder ihre geistigen Ergüsse mit uns teilt. Sie ist eine sehr starke Frau, mit ausdrucksstarken Bildern und Ansichten, bei denen selbst Alice Schwarzer rot werden würde. Wisst ihr schon von welcher "Dame" ich spreche? Nein? Dann helfe ich euch auf die Sprünge. Ich rede von Mama Berlin!

Auch sie hatte sich eine kleine Auszeit vom Bloggerleben gegönnt. Nicht aber wie ich, um mal etwas mehr zu leben, sondern aus Angst!

"Grund ist das bedrohliche Auftreten und die Anfeindungen von sogenannten Väterrechtlern. Sie rotten sich zusammen und verpesten mit ihrem Frust die Familienwelt." - Mama Berlin.

Da ich ihren Blog nun schon länger verfolge, kann ich sie, denke ich, beruhigen. Dieses "Auftreten" und diese "Anfeindungen" sollten sie nicht allzu ernst nehmen. Denn so, wie man in den Wald hineinruft, schallt es eben auch heraus. Das Ganze richtet sich auch nicht gegen sie persönlich. Mehr gegen all diejenigen, die sie in ihrem Blog in Schutz nehmen. Diejenigen, die die gemeinsamen Kinder dem anderen Elternteil entziehen. Diejenigen, die den „sogenannten Väterrechtlern" überhaupt erst die Existenzbegründung geben.
Jedenfalls war ich nach diesem anfänglichen Text auf alles gefasst und besorgt, was Ihnen, Frau B., zugestoßen sein muss.

"Zum Beispiel spionieren sie auf Facebook andere Mütter aus. Sie schleichen sich unter falschen Namen in geheime und geschlossene FB-Gruppen ein, dort wo Mütter ihre Sorgen und Erfahrungen austauschen, sich unter sich fühlen und kopieren zum Teil deren Einträge und leiten diese an die Väter weiter, damit sie die Darlegungen der Mütter im Rechtsstreit gegen diese verwenden können." - Mama Berlin.

"Gut, das Schlimme wird noch kommen", dachte ich bei mir. Aber da habe ich mich geirrt. Es geht in diesem Blog-Post so weiter.
Frau B. mal ehrlich, glauben Sie, dass "Mütter" dies nicht ebenfalls tun? Glauben Sie, dass dies so eine starke "Anfeindung" ist, dass Sie darüber bloggen müssen? Wovor genau haben Sie bei diesem Statement Angst? Vielleicht ja davor, dass die "sogenannten Väterrechtler" langsam aber sicher ziemlich ernst genommen werden? Dass die "Allmachtstellung“ der "Mütter" langsam ins Wanken gerät? Nun, wenn das Ihre Befürchtung, ihre "Angst" ist, dann ist diese durchaus berechtigt. Ansonsten wäre ihr Post nur pures Gejammer, dass die "sogenannten Väterrechtler" die "Mütter" mit ihren eigenen Waffen schlagen.

Sie schreiben weiter: "Eine geheime Gruppe ist daher geheim, weil die Betreiberinnen schon wissen, dass es hier auch ans “Eingemachte” geht und man daher unter sich bleiben möchte. Ich finde, es ist legitim, auch mal über die Strenge zu schlagen, so lange Vorkehrungen getroffen werden, damit es niemanden stört."

Etwas im Geheimen zu besprechen ist, finde ich, immer sehr gefährlich. Vor allem dann, wenn in solchen "geheimen Gruppen" auf Facebook (welch Ironie) Tipps und Tricks verbreitet werden, wie man dem Exmann am besten die Kinder vorenthält, wie man ihn vor Gericht und Jugendamt diskreditiert oder wie sich gegenseitig aufgestachelt wird. Das gilt übrigens genauso für "geheime" Vätergruppen. Ich unterstütze so etwas niemals, aber da liegt der Unterschied zwischen Ihnen und mir. Sie sind pro Mutter, ich bin pro Kind.

"Sicher, meckern/lästern soll nicht sein, es ist nicht tugendhaft, aber doch auch normal. So wie lügen. Man sollte es nicht machen und doch macht es jede und jeder, jeden Tag. Das ist bewiesen. Tja, so sind wir." - Mama Berlin

Da gebe ich Ihnen zur Abwechslung mal ausnahmslos recht. Tja, so seid ihr, ihr Elternteile, die Bindungsintoleranz, Elternentfremdung und Kindesentzug als salonfähig erachten.

"Sich in so einer geheimen Gruppe unter falschen Namen einzuschleichen, finde ich schon merkwürdig, dann aber regelrechte Spionage zu betreiben, um darzulegen, dass hier ein Elternteil schlecht über den anderen redet und daher nicht gut für das Kind sei, ist abartig und bösartig. Kein Kind der Welt hat von so einem Verhalten etwas." - Mama Berlin

Das sehen Sie falsch, Frau B. Das hat nichts mit Spionage zu tun, das ist Verzweiflung von Vätern, die gegen ein System kämpfen, das, immer noch zu oft, der Ansicht ist, "das Kind GEHÖRT der Mutter".

Vielleicht sollten sie es mal so sehen: Das sind Väter, die nicht aufgeben, die um die gemeinsamen Kinder kämpfen, die alles dafür tun, dass die Kinder mit BEIDEN Elternteilen aufwachsen dürfen. Aber um dies so zu sehen, müssten Sie ja zugeben, dass Väter keine Eltern zweiter Klasse sind, nicht wahr?

"Es ist zu viel Schwarz/Weiß-Denke." - Mama Berlin.

Tja, naja, was soll ich dazu sagen? Dieser Satz in ihrem Blog zeugt doch davon, dass Sie auch mal gerne einen Witz auf ihre Rechnung machen. Finde ich gut! Denn ernst können Sie das nicht meinen. Zumindest nicht, wenn man den restlichen Inhalt Ihres Blogs kennt. ;-)

"Ich bin dafür, hier eher Maßnahmen zu stärken, die nicht die Absurditäten sondern den gesunden Menschenverstand fördern." - Mama Berlin

Dafür bin ich auch!! Um diese Haltung wirklich zu beweisen, könnten Sie, das wäre mein Vorschlag, ja einfach ihren Blog löschen. Damit wäre ein erster Schritt zu diesem Ziel getan.

"Dazu gehört auch, dass man nicht jedem Fürzlein Gehör schenkt, jeden Fehler der anderen akribisch aufschreibt, aufzeichnet, archiviert, protokolliert und oberlehrerhaft vorträgt und auf den anderen mit dem Zeigefinger zeigt. Sich selbst natürlich dagegen als Krone der Menschheit bewertend."

Es wird immer besser! Sie geben am Ende eines solchen Posts einen Ratschlag, den Sie, offensichtlich selbst nicht befolgen. Sonst würden Sie ja nicht darüber schreiben, oder?
Ich gehe fest davon aus, dass Sie sich in diesem Post selbst etwas auf die Schippe nehmen oder dass Sie sich den Mantel des Kindeswohls überstreifen, um so vaterfeindliche Propaganda zu verbreiten.

Das lässt sich schon an der Überschrift ihres Blogs erkennen: "Alleinerziehend ist das neue verheiratet". Was genau möchten Sie damit ausdrücken? Sie haben ein Kind, also brauchen sie keinen Mann? Das ist doch vollkommener Blödsinn. Sie sind eine alleinerziehende (wollende?) Mutter, nicht verheiratet. Wenn ihr Kind für sie als Ersatz für einen Partner dient, tut ihr Kind mir aufrichtig leid.

Weiter schreiben Sie: "Kinder alleine großzuziehen, ist inzwischen eine weitverbreitete Familienform. Doch als "Familie" im rechtlichen Sinn gelten wir und unsere Kinder nicht. Das ist ungerecht. Daher schreibe ich hier für mehr Pluralismus. Denn nicht die Form ist entscheidend, sondern das WIE."

Auch hier ist es mir nicht ganz klar, was sie auszudrücken versuchen. Natürlich sind Sie und Ihr/e Kinder eine Familie. Brauchen Sie wirklich eine "rechtliche" Bestätigung dafür? Oder möchten Sie, dass der Begriff Familie neu definiert wird? Quasi: Familie = Mutter und Kind/er. Dann definieren wir doch Vater auch gleich neu: Vater = zur Zahlung verpflichteter Ex-Geschlechtspartner, der die Kinder nicht sehen darf.
Wäre Ihnen das so recht?

Am Ende, Frau B, ist es egal, was Sie oder auch ich, was das betrifft, schreiben. Ihr Kind wird irgendwann alt genug sein, um zu verstehen, wer und was Sie sind. Auf diesen Tag freue ich mich sehr. Und Sie?


P.S.: Auch wenn es mir fast körperliche Schmerzen bereitet, hier einen Link zu Ihrem geistigen Abfalleimer zu posten, tue ich es dennoch, denn dieses satirische Meisterwerk will ich niemandem vorenthalten. ;-)


P.P.S.: Eine persönliche Frage habe ich noch! Sie haben nicht zufällig denselben Stylisten wie Kathrin Oertel oder? Das Bild auf ihrem Blog lässt jedenfalls darauf schließen.

Sonntag, 4. Januar 2015

Was ist eigentlich das Problem?

Hallo ihr lieben,

ihr wisst ich schreibe ungern über andere Themen als jene die in meinem Leben tatsächlich vor kommen. Aber ich muss mich heute mal einem sehr heiklen Thema widmen das mich die letzten tage verfolgt hat.

Ich habe posts auf Facebook gelesen, Blog einträge und Artikel über das thema Feminismus. Vorweg gesagt muss sein; Ich bin ein Freund der Gleichberechtigung. Also befürworte ich den Feminismus in seinen Grundzügen. Allerdings sehe ich immer mehr das dieses einst noble Ziel immer mehr in den Dreck gezogen wird und zu einer echten Lachnummer verkommt.

Ich habe einen Post auf FB gelesen in dem eine Dame darüber sprach das;

"Mütter die ihre Söhne stillen damit aufhören sollten. Sie sollten ihre Töchter stillen um ihnen einen guten Start zu verschaffen. Söhne hätten das ja sowie so weil sie Körperlich stärker sind. Kein Junge wird jemals von ihren Brüsten trinken, sollte sie denn unglücklicherweise mal einen Jungen bekommen. Außerdem sollten Söhne beschnitten werden um ihnen so Sexuelle freuden zu nehmen".

Jetzt mal ehrlich. Was bitte hat das mit dem thema Gleichberechtigung zu tun? Diese Dame bezeichnet sich sogar selbst als Feministin. Aber ich denke das ist einfach nur Krank. Diese Frau hat schwere Emotionale probleme und braucht meiner Meinung nach schnellsten Hilfe. Wie kann ein aufrichtiger Mensch so etwas unterstützen? Sie ist nicht die einzigste, nein, sie lässt sich auf FB feiern von ihren, mit ihr in ihren Wahnvorstellungen verbundenen, Kameradinin. Ich hasse es Wertungen abgeben zu müssen. Aber diese Frau ist einfach nur (entschuldigt mir den Auswurf) Scheisse.

Dann haben wir das thema "Femen" und der Entzug der Gemeinnützigkeit durch Münchens Bürgermeister. Nun kann man natürlich Argumentieren das Femen auch schon wirklich sinnvolle Dinge getan hat. Aber wenn Permanent die Religiösen Gefühle anderer verletzt, gegen gute Sitten verstößt, Rechte verletzt und Dinge wie den Hitler-Gruß zum besten gibt muss man sich wohl kaum Wundern. Ich möchte gerne an dieser stelle Alexandra Schewtschenko Zitieren;

"Es muss zu einer brutalen Revolution kommen, bei der das Blut der Männer fließen soll."

Das sagt wohl alles über die ziele der Femen aus und hat mit dem Feminismus ansich mal rein gar nichts zu tun.

Da ist es kaum verwunderlich das die meisten das thema Feminismus nur noch belächeln und als absoluten Blödsinn abtun. Ich finde das sehr schade. Gleichberechtigung ist ein erstrebenswertes Ziel. Allerdings muss man dann auch mit den negativen Aspekten leben können.

Ich bedanke mich für eure Aufmerksamkeit und schreibe nun nicht mehr zu diesem Thema sonst rege ich mich noch auf.

Alles gute,
Daddy



Donnerstag, 27. November 2014

Es ist Traurig

Hallo liebe Leser,

es hat sich immer noch nichts getan. Es scheint so das meine Versuche eine gütliche Lösung zu finden nichtmal einer Antwort gewürdigt werden.


Donnerstag, 13. November 2014

Lug und Betrug. die Waffen einer (EX)Frau

Hallo da bin ich wieder.

Wie das Leben so Spielt bin ich direkt wieder da da ich eben Post bekommen habe. Meine Ex fordert eine Gerichtliche Regelung des Umgangsrecht. Sie möchte das ich meine Kinder nur noch jedes zweite Wochenende sehe.

Sie sagt die Momentane Regelung wäre nicht zum wohl der Kinder. Diese ist aber nur auf Grund ihrer Weigerung ein anderes Modell zu nutzen entstanden. Desweiteren Behauptet sie sie hätte den Dialog dies bezüglich über das Jugendamt mit mir gesucht. Außerdem sagt sie ich hätte meine Kinder jeden Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag. Sowie jedes zweite Wochenende. Sie sagt die Kinder brauchen einen festen Lebensmittelpunkt. Sie müssten wissen bei wem sie wohnen und wen sie besuchen.

Tatsächlich ist es so das ICH den Dialog gesucht habe über das JA und sie sich weigert mit mir über den Umgang zu verhandeln. Desweiteren habe ich meine Kinder nur Dienstags und Donnerstags. Sowie jedes zweite Wochenende. Mittwochs und Freitags bringe ich sie lediglich morgens in den Kindergarten aus dem sie dann von der Mutter wieder abgeholt erden. Also auch hier wieder 2 Nachweisbare Lügen.

Außerdem wenn meine Kinder soviel bei mir wären wie sie behauptet dann haben sie ja einen Lebensmittelpunkt. Undzwar mich. Besuchen tun sie also die Mutter.

Das alles ist kaum noch zu fassen. Ich hoffe die Gerechtigkeit wird siegen und ihr ihre Grenzen aufzeigen.