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Samstag, 6. Dezember 2014

Nikolaus.

Hallo ihr Lieben,

heute ist, wie ihr alle sicher wisst, Nikolaus. Strahlende Kinderaugen, ein Ausgiebiges Frühstück mit der Familie, Ausflüge auf den Weihnachtsmarkt und Familienglück. Das sind alles Dinge die ich heute nicht habe. Für mich ist heute Freitag.
Die Dinge die ich gerade Beschrieben habe werden meine Kinder heute zwar alle haben. Aber nicht mit ihrem Vater. Versteht mich nicht Falsch. Ich freue mich für unsere Kinder. Sie sollen den Tag genießen. Auch meiner Ex-Frau und ihrem neuen Lebensgefährten wünsche ich das. Aber es ist trotzdem Traurig. Wäre es nicht schön wenn unsere Kinder, Meine Ex-Frau, Max Mustermann (wie ich ihn hier nennen möchte) und ich dies alles zusammen genießen könnten? Unser Sohn wird sich bestimmt wieder fragen;

"Warum ist Papa nicht hier?"

Beim nächsten Umgang wird diese frage sicher auf mich zukommen. Was sage ich unserem Sohn? Solche fragen zu beantworten ist eine wahnsinnige Herausforderung. Ich will sie nicht belügen. Ich will nicht negativ über Mama sprechen. Ich muss meine Gefühle raus nehmen. Ich muss an die Gefühle unserer Kinder denken. Ich muss mir bewusst sein was ich mit einer "falschen" Antwort in ihnen anrichten könnte.

Ich weiß ehrlich nicht was ich darauf sagen soll. So bitte ich nun euch um Hilfe. Was würdet ihr sagen? Bitte kommentiert diesen Beitrag und helft mir eine Antwort zu finden.

Alles Gute,
Daddy

1 Kommentare:

torenia hat gesagt…

Hallo. Ich bin zwar Monate zu spät dran mit meinem Kommentar (weil ich den Blog erst heute entdeckt habe), ich möcht aber dennoch darauf antworten, weil Du ausdrücklich nach Kommentaren fragst.

Nun, wie ich inzwischen herausgelesen habe, ist Dein Sohn 3 Jahre alt? Dann muss da noch ein zweites Kind sein, von dem ich annehme, es ist etwas älter?

Meine Kinder waren 6 und 9 jahre, als wir uns trennten.
Und auch bei uns kamen Fragen und selbstverständlich über viele Jahre solche Themen auf.
Vor allem meine Tochter (damals 9) hatte auch immer wieder diese Soap-Ideen, man müsse nur Mama und Papa mal ein paar Stunden in einem Raum einsperren, dann kämen sie zur Vernunft, würden sich wieder vertragen und alles wäre wieder gut...
Naja, das nur am Rande...

Die Frage war, wie man auf solche fragen reagiert.

Ich habe jedenfalls immer versucht, darüber möglichst "natürlich" zu sprechen. Also beispielsweise zu sagen: "Ja, gestern war Nikolaustag. Wie war es denn? Hast Du etwas Schönes bekommen? Habt ihr was Tolles gemacht?" (und dann erstmal erzählen lassen - wenn sie wollen. Nicht ausquetschen. Sondern einfach nur die Gelegenheit geben, zu erzählen. Und ihre Freude teilen (auch wenn es das ein oder andere sicher gäbe, das man bemängeln könnte oder wo man den Finger in eine Wunde legen könnte - aber damit sollte man das Kind keinesfalls belasten, finde ich!).
Und wenn dann die Fragen kommen, wieso man das nicht gemeinsam machen konnte, versuchen relativ unbekümmert und "selbstverständlich" zu regaieren und zu sagen: "Es war eben Mama-Tag. Da seid ihr bei Mama. Und an Papa-Tagen seid ihr bei mir. Und dann machen auch wir etwas Schönes. Ist doch klasse, so habt ihr zweimal einen Nikolaus-Tag."
Naja, irgendwie so.
Mir war es jedenfalls wichtig, meinen Frust und meine Wut und meine Verzweiflung und trauer nicht den Kindern zu zeigen. Das belastet sie viel zu sehr. Sondern im Gegenteil den Kindern zu signalisieren, dass es okay ist. Ihre Welt braucht gewisse Sicherheit. Und die Kinder müssen sich darin zurecht finden könnedn. Es ist eh schon schwierig genug für sie. Da muss ich sie mit meinen Trennungsverzweiflungen nicht auch noch belasten...

So jedenfalls war MEIN Ansatz.
Möglichst viel "Normalität" geben. Und die Situation nicht selbst noch vor dem Kind problematisieren.

Öhm... ja. Das war mal mein "Wort zum Sonntag". Aber Du hattest gefragt. ;-)