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Montag, 15. Dezember 2014

Ist es Bewusst oder Unbewusst?

Hallo ihr Lieben,


heute möchte ich euch von meinem Umgangswochenende berichten. Eigentlich hatten wir viel Spaß und haben einiges unternommen. Aber ich habe auch Dinge erkannt, an unserem Sohn, die mich sehr nachdenklich machen.

Unser Sohn war immer schon ein sehr fröhliches Kind. Er lacht viel, war immer schon sehr aktiv, Intelligent und Einfühlsam. Er war bisher immer ein glückliches Kind. Selbst nach der Trennung seiner Eltern war er noch glücklich. In letzter Zeit lässt sich Allerdings eine starke Veränderung feststellen. In Momenten in denen er früher einmal gut gelaunt und glücklich gewesen ist wirkt er nun zurückhaltend und nachdenklich. In ruhigen Momenten, in denen man sich immer gut mit ihm über seinen Tag, seine Wünsche oder was auch immer Unterhalten konnte ist er nun Zappelig und wirkt stellen weise Hyperaktiv. Er hat Alptraüme und murmelt im Schlaf immer wieder die Worte Mama und Papa. Seit neustem ist er auch wieder Bettnässer. Das macht er eigentlich seit Monaten nicht mehr, dieses Wochenende jede Nacht. 

Die meisten Veränderungen werden besser, je länger er bei mir ist. Das hat, denke ich, auch mit der Umstellung vom einem zum anderen Haushalt zu tun. Das bestärkt mich in meinem glauben, dass ein Wöchentliches Doppelresidenz Modell für ihn das Beste wäre. Nicht nur würde es die Wechsel, in die unterschiedlichen Haushalte, drastisch minimieren, es würde auch eine ausreichende Umgangsdauer mit den jeweiligen Elternteilen gewährleisten. So hat er Zeit sich Einzuggewöhnen und die restlichen Tage dann in vollen Zügen zu genießen. 

Trotzdem sehe ich diese Symptome als klares Zeichen von P.A.S.  . Deshalb muss ich mich Fragen ob es Bewusst oder Unbewusst von meiner Ex-Frau ausgeht.
Klar jetzt kommen die stimmen mit "Wieso muss das den von deiner EX kommen?" oder mit "Vielleicht hast du es ja verdient!".
Diese Stimmen sollten sich mal überlegen, was sie da eigentlich Quatschen. Ich kann ohne Übertreibung behaupten dass die Entfremdung nicht von mir ausgeht. Denn ich rede niemals, vor unseren Kindern, schlecht über ihre Mutter. Werden bei uns Kekse gebacken, warte ich nicht darauf dass mein Sohn fragt ob wir davon welche der Mama geben können. Ich biete es ihm an. Ich achte sogar darauf zu erwähnen dass sie für Mama, Schwesterchen, ihn selbst UND Max Mustermann (ihr neuer Lebensgefährte) sind. 

Im Gegensatz dazu hat unser Sohn mir bereits berichtet dass er mich nicht mehr Mahlen darf. Das er Ärger bekommt wenn er ein Bild mit ihm, Schwesterchen, Mama und Papa mahlt. Es müssen Mama und Max Mustermann sein. Dazu sei, fairer weise, gesagt dass ich es nur von meinem Sohn so berichtet bekommen habe. Ich kann nicht sagen ob es so ist oder nicht. Aber ich bezweifele das er sich, mit seinen 3 Jahren, so etwas ausdenkt. Was sie dabei unserm Sohn antut scheint sie entweder nicht zu sehen oder zu Ignorieren.

Dann gilt es noch zu sagen das ich es, in ihren Augen, vielleicht wirklich verdient habe Bestraft zu werden. Aber sollte das durch unsere Kinder geschehen? Ist es das wert? Unsere Kinder zu missbrauchen, sie auf Jahre hinweg zu Schädigen, sie Leiden zu lassen? Denn das und nichts anderes ist es was unseren Kindern angetan wird. Kindesmisshandlung!

Ich glaube wirklich nicht dass ihr die Auswirkungen ihrer Handlungen bewusst sind. Den am Ende halte ich sie, unabhängig von allem was sie tut, für eine gute Mutter. Das löst in mir eine Ohnmacht aus die kaum zu beschreiben ist. Ich würde unsere Kinder so gerne davor schützen. Sie so unbeschwert und glücklich aufwachsen zulassen wie es uns möglich ist. Deshalb würde ich meine Ex-Frau (und alle anderen Elternteile) gerne darum bitten sich zu Informieren. Erkundige dich was du mit deinem verhalten, Bewusst oder Unbewusst, bei unseren Kindern anrichtest. Denn egal wie sehr du mich Hassen magst, unsere Kinder haben das nicht verdient.

Abschließend möchte ich euch, meinen Lesern, Freunden, Kritikern und allen anderen die sich hier her Verirrt haben noch sagen; Befreit euch von eurem Hass. Akzeptiert die Dinge wie sie sind. Tut das richtige. Wenn ihr Kämpfen müsst, Kämpft für etwas nicht gegen etwas. Macht euch immer wieder klar, dass ihr es selber in der Hand habt ein glückliches und erfülltes Leben zu führen. Es ist ein langer Weg dies zu verstehen. Aber ihn zu gehen lohnt sich.


Ich wünsche euch alles Gute,
Daddy.

1 Kommentare:

Lutz Bierend hat gesagt…

Ich kenne das auch nur nur zu gut, als ich noch Wochenend-papa war. Sonntag, wenn sich gerade die emotionale Bindung wieder zum Umgangselternteil aufgebaut hat, ist der Spaß auch wieder vorbei und wenn man das Kind wieder zum Residenzelternteil bringt, ist der Arme Kerl aufgelöst und von der Mutter wird das vor Gericht als Grund vorgetragen, dass die Umgangswochenden so belasten um den Umgang einzuschränken. Bei meiner Ex-Frau bedurfte es einfach mal zwei Monate Rollenumkehr, in denen ich meinen sohn bei mir hatte, um hier die einsicht zu bringen wie Scheisse Umgangselternschaft ist. wohl dem der eine so kompetente Jugendamts Mitarbeiterin wie ich hat. In der Scheidungsfolge von South Park haben sie das erstaunlich gut aus Sicht des Kindes gezeigt, wie sich Scheidung anfühlt.
http://www.southpark.de/alle-episoden/s02e12-streit-scheidung-und-ein-happy-end-in-25-minuten